
Lukas Herburger: Miteinander ist nichts unmöglich
Eines steht für den gebürtigen Höchster schon lange an erster Stelle: sein Team. Als Kind hat er begonnen im Verein Handball zu spielen und bezeichnet diesen rückblickend auch als einen seiner wichtigsten Perspektivengeber. „Der Verein hat mir in einer Zeit, in der viele Jugendliche falsch abbiegen, extrem Halt gegeben“, sagt er. Er hat ihm einen geschützten Rahmen und die Perspektive, vorwärtszukommen, geboten. Von seinen Eltern vermittelte Werte, wie Hilfsbereitschaft und Respekt, konnten sich in diesem Setting weiter festigen. „Ich habe im Handballclub gelernt, dass wir im Team alles erreichen können. Auch Dinge, die wir vorher für unmöglich gehalten haben. Als wir mit dem österreichischen Nationalteam beispielsweise bei der EM den überragenden 8. Platz geholt haben – trotz Außenseiterrolle – hat das nur wegen des guten Teamworks geklappt. Und die Menschen waren begeistert davon“, erzählt der 30-Jährige.
Neben dem Verein haben auch seine Eltern den jungen Lukas fürs Leben gestärkt: „Sie haben mir gezeigt, welche vielfältigen Möglichkeiten die Welt bereithält.“ – Und dass auch eine Scheidung nicht Feindschaft, sondern trotzdem Miteinander heißen kann. „Ich hatte während der Zeit der Trennung schon das Gefühl, mehr auf meinen kleinen Bruder schauen zu müssen. Aber natürlich wäre das nicht nötig gewesen, da sich Mama und Papa trotzdem bis heute sehr gut verstehen und für mich in diesem Punkt eine große Vorbildwirkung haben“, meint der professionelle Handballspieler, der heute in Berlin lebt und dort bei den Füchsen spielt. Außerdem hat die Natur eine große Rolle bei seinem Aufwachsen gespielt – vor allem das Ried und die Plätzchen, an denen er mit seinen Freunden heimlich Baumhütten gebaut hat.
„Für die Kinder heute würde ich mir wünschen, dass sie so sorgenfrei wie möglich erwachsen werden können – trotz der Sozialen Medien. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass die meine Kindheit nicht beherrscht haben“, sagt Lukas. Seinen Beitrag für eine gute Zukunft leistet er, indem er achtsam mit unserer Umwelt und seinen Mitmenschen umgeht.
Steckbrief Lukas Herburger
Aufgewachsen in: Höchst und Hard
Lebt heute in: Berlin
Vorbild damals: „Keines – bei mir drehte sich immer alles um mein Team.“
Vorbild heute: -
Berufswunsch als Kind: Polizist
Beruf heute: Profi-Handballer
Lieblingsplatz damals: das Ried, die Natur
Lieblingsplatz heute: der Bodensee auf dem Boot
Als Kind bekannt für: dafür zu sorgen, dass sich alle wohlfühlen, viel Energie
Heute bekannt für: immer noch dafür zu sorgen, dass sich alle wohlfühlen, seine gute Laune
Werden Sie zu einem:r Perspektivengeber:in unter dem Motto „Kinder vor!“
Geben Sie den Kindern Vorarlbergs die Möglichkeit, ihre Zukunft mitzugestalten. Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen. Ganz egal, ob es eigene Ideen oder laufende Projekte des Vorarlberger Kinderdorfs sind – wir freuen uns über Ihr Engagement. Die Geschichten, die daraus entstehen, werden unter „Perspektiven“ auf „Wir KINDER VORarlbergs“ veröffentlicht. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!
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