
Theresa Sommer: Ein Opa und eine „Dorfleiterin“
Theresas Kindheit wurde geprägt von ihrem Opa. Das begann schon mit ihrer Namensgebung: Die übernahm nämlich er, als sich ihre Eltern nicht entscheiden konnten. Er war Stoffdesigner und hatte deshalb ein besonderes Faible für schöne Farben und Materialien. Theresa ließ er an dieser Leidenschaft teilhaben. Er nahm sie sogar mit auf Ausstellungen. „Opa hat immer schon etwas Besonderes in mir gesehen, mich in meinem Wesen erkannt und mich bedingungslos gestärkt“, erzählt die 34-Jährige. Ihre Schwestern und sie durften bei ihm Gurkenscheiben mit Nutella probieren, Raupen beobachten, wie sie zu Schmetterlingen wurden oder im Winter seine Iglus testen. Da ist es auch kein Wunder, dass das „Lieblingsplätzle“ der kleinen Theresa am Thüringerberg bei ihren Großeltern war.
Es gab aber noch eine zweite Perspektivengeberin im Leben der Psychologin und angehenden Psychotherapeutin. Das war Verena Dörler, die ehemalige Leiterin des Kinderdorfs Kronhalde. Auch in ihr traf Theresa auf einen Menschen, der sie bestärkte und ermutigte, alles schaffen zu können, wenn sie es nur will.
„Verenas Art mit Menschen umzugehen und ihr großes Herz für Kinder und Jugendliche haben mich von Anfang an sehr berührt“, erinnert sie sich zwölf Jahre zurück. Ursprünglich wollte Theresa mit ihrem Tanzverein Geld ans Kinderdorf spenden, absolvierte dann aber gleich ein Praktikum im Kinderdorf Kronhalde, stieg als
Sozialpädagogin fix ein und studierte später Psychologie. Heute ist sie selbst stellvertretende Leiterin des Kinderdorfs Kronhalde und tritt somit in Verenas Fußstapfen. „Durch Verena habe ich eine zweite Heimat gefunden: das Vorarlberger Kinderdorf.“
Steckbrief Theresa Sommer
Aufgewachsen in: Ludesch
Lebt heute in: Hard
Vorbild damals: Pippi Langstrumpf
Vorbild heute: Astrid Lindgren
Berufswunsch als Kind: Kinderdorfmama
Beruf heute: Klinische Psychologin, Psychotherapeutin i.A.
Lieblingsplatz damals: bei ihren Großeltern am Thüringerberg
Lieblingsplatz heute: am See
Perspektivengeberin: ihr Opa, Verena Dörler (ehemalige „Dorfleiterin“)
Als Kind bekannt für: meine große Klappe
Heute bekannt für: meine Neugier am Leben und an den Menschen
Werden Sie zu einem:r Perspektivengeber:in unter dem Motto „Kinder vor!“
Geben Sie den Kindern Vorarlbergs die Möglichkeit, ihre Zukunft mitzugestalten. Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen. Ganz egal, ob es eigene Ideen oder laufende Projekte des Vorarlberger Kinderdorfs sind – wir freuen uns über Ihr Engagement. Die Geschichten, die daraus entstehen, werden unter „Perspektiven“ auf „Wir KINDER VORarlbergs“ veröffentlicht. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!
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