Eine Zeitkapsel aus Lehm für Ruhe und Rückzug
Mit dem Kooperationsprojekt der ERDEN SCHULE und unserer eigenen Schule, der Paedakoop in Schlins, entsteht eine Zeitkapsel der besonderen Art: ein Raum im Raum aus Lehm, der Platz zum Innehalten, Reflektieren und zur Ruhe kommen bietet. In mehreren Workshops* erkundete und erarbeitete Anna Pia gestalterische und architektonische Entscheidungen, wie Form, Standort und Oberflächenbeschaffenheit mit den Schüler:innen. Die freie Arbeit mit Lehm eröffnete den Kindern die Möglichkeit, spontane Ideen auszuprobieren und gleichzeitig praktische Erfahrungen mit dem für sie neuen Material zu sammeln.
Ziel war es, während des Schaffens nicht nur einen geschützten Rückzugsraum für den Schulalltag zu entwerfen, sondern dabei auch die eigenen Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen und gestalterisch auszudrücken. Der Wunsch nach Ruhe, Schutz und Geborgenheit wurde schnell sichtbar. Auch warme, weiche und haptische Materialien spielten in den Entwürfen eine wichtige Rolle. Besonders herausfordernd – und gleichzeitig wertvoll – war das gemeinsame Aushandeln unterschiedlicher Vorstellungen und Ideen innerhalb der Gruppe, wie die Zeitkapsel aussehen sollte.
Als Inspiration dienten natürliche Formen aus der Pflanzenwelt: Frucht- und Samenkapseln. Ihre schützenden Außenhüllen, ihre Stabilität und organischen Formen bildeten den Ausgangspunkt für die architektonische Gestaltung der Zeitkapsel. Während des Bauprozesses konnten die Kids intensive kreative Erfahrungen sammeln – von der ersten Idee bis zur konkreten Umsetzung. Schritt für Schritt entsteht dabei ein ganz individueller Rückzugsort, der aus vielen kleinen Beiträgen zu einem größeren Ganzen zusammenfindet.
Langfristig bleibt die Zeitkapsel als „Raum im Raum“ im Schulgebäude bestehen: ein leiser Ort aus Lehm, der zum Innehalten, Zurückziehen und Verweilen einlädt.
Hinweis: Aktuell ist dieses Projekt noch nicht abgeschlossen. Sobald das finale Bauwerk steht, teilen wir es auf unseren Social-Media-Kanälen und hier unter den Projekten.
*Die Entwurfsphase dieses Projekts wurde vom Bundesministerium für Bildung gefördert.