Porzellan in der Zeitkapsel
Die Vorarlbergerin Bianca Tschaikner, die in Florenz und Spanien „Printmaking“ studiert hat, verwendet Porzellan als primäres Medium für ihre Arbeiten. Da es, einmal gebrannt, mehrere Jahrtausende überlebt, ist es das perfekte Material für unser Zeitkapsel-Projekt. Gemeinsam mit der 2A Klasse überlegte sie zuerst, was man überhaupt mit in die Zukunft nehmen kann und möchte. Sie erkundete mit der Gruppe außerdem Porzellan als Träger von Handwerk, künstlerischem und kulturellem Ausdruck und seine spannende Geschichte.
Basierend auf der Frage „Was willst du mit nach morgen nehmen?“ durften die Kinder anschließend ihr eigenes Kunstwerk kreieren, indem sie ein kleines Porzellanstück mit ihrem Zukunfts-Motiv bemalten. Nachdem die kreativen Stücke bei Bianca im Studio glasiert und gebrannt wurden, gelangten sie – vorsichtig in Seidenpapier gehüllt – in eine goldenen Zeitkapsel. Eine Kammer im Dachboden des Schulgebäudes diente als perfektes Versteck.
Im Jänner 2026 wurde die Zeitkapsel dann wieder gehoben, die Stücke wurden ausgepackt und mit neuen Augen betrachtet. In einer Gesprächsrunde schaute Bianca mit den Schüler:innen zurück – und nach vorne: Was hat sich im Winter getan? Wie sehe ich mein Werkstück jetzt? Wie sehe ich die anderen? Würde ich heute etwas anderes mit in die Zukunft nehmen?
Die kleinen Kunstwerke bilden im Zusammenspiel ein buntes Gesamtbild einer geträumten, gewünschten, und hoffentlich irgendwann erreichten Zukunft.